Wie du Haar richtig pflegst – Teil 1

Fakten über Haare

Haare sind scheinbar überall. Im Abfluss, auf dem Boden, auf dem Kopfkissen. Nur nicht auf dem Kopf. Grund hierfür ist unser natürlicher Haarzyklus: In jedem Haarfollikel wechseln sich die Phasen des Wachstums – 85 Prozent der Haare, des Ruhens – 1 Prozent der Haare, sowie des Ausfalls – 14 Prozent der Haare in rhythmischer Folge. Nachdem die Haare ihre Stoffwechselaktivität eingestellt haben, fallen sie aus und ein neues wächst nach. Et voilà.

Ø 100 HAARE PRO TAG

Normalerweise gilt die Faustregel, dass Jeder 100 Haare am Tag verlieren darf. Doch dies ist nur ein Richtwert. Tatsächlich verliert jeder gesunde Mensch täglich unterschiedlich viele Haare: nämlich zwischen 20 und 200 Stück. Es ist ebenso normal, dass man an einigen Tagen viel mehr Haare entdeckt, also an anderen. Bspw. an denen, wenn Du Dir die Haare wäschst. Allerdings: Durch Nicht-Waschen lässt sich das Ausfallen nicht verhindern. Wäschst du sie alle drei Tage, fallen dann einfach dreimal soviel Haare aus, wie bei der täglichen Wäsche.

D.h.: Haare sind biologisch gesehen totes Material. Da liegt der große Unterschied zu Haut. Aber: Haut und Haare werden von einer äußeren Schicht vor schädlichen Einflüssen geschützt. Sowohl die Hornhaut als auch die Schuppenschicht enthalten Keratine und Lipide. Und in beiden Schichten findet man Stammzellen, die für die Regeneration eine sehr wichtige Rolle spielen. So können sie Zellen und Gewebe nachbilden und sind zugleich für das Haarwachstum verantwortlich.






99 BEAUTY INSIGHTS

Was passiert, wenn wir uns wohlfühlen in unserer Haut?



Meine kleine Wunder-Kur: 1 EL Honig, 2 EL Olivenöl und ein Ei cremig verrühren. Verteile die Masse gleichmäßig in das feuchte Haar und umwickle dieses mit einem vorgewärmtem Handtuch. Lasse die Maske etwa 30 Minuten einwirken.

HAUT & HAAR

Also ist es naheliegend, Haut und Haare mit ganz ähnlichen Treatments zu pflegen? Yes. Wirkstoffe aus der Hautpflege tun auch dem Haar gut und oder andersrum: wie bspw. Ceramide. Diese lagern sich in Haut und Haaren ein und machen beide geschmeidig und widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse. Fette und Lipide stärken die Kittsubstanz zwischen den Zellen und somit auch die äußeren Schutzschichten. Native Pflanzenzellen, zum Beispiel von der Apfelsorte Malus Domestica, verbessern die Umgebung der Haarfollikel.

Shea Butter und Kokosöl sind so reichhaltig, dass sie das Haar “ersticken”. Denn: unser Haar braucht Feuchtigkeit, also Wasser. Versiegelt man Haar mit Öl, hat es keine Möglichkeit Wasser aufzusaugen. Öl reagiert in diesem Fall wie ein Schutzschild. Das Haar wird trocken, spröde und das wiederum verursacht Frizz.

Wie du dein Haar richtig pflegst

Unsere Kopfhaut ist Ursprung und Quelle von schönem Haar. Gerade diese wird aber meist vernachlässigt. Um Falten zu verzögern, unterstützten wir Haut doch auch zuerst mit Feuchtigkeit. Anschliessend fügen wir ihr Wirkstoffe zu, welche wiederum Fältchen reduzieren. Bei Haaren verhält es sich ebenso! Schönes Haar muss man von außen schützen und von innen stärken.

Eine zu heiße Dusche ist weder gut für die Kopfhaut, noch für den Kreislauf. Die Schuppenschicht der Haare wird geöffnet und den Haaren Fett entzogen: Je heißer und je länger du also duschst, desto mehr strapazierst Du dein Haar. (Gleiches gilt für Wannenbäder!)

Das Lied der Loreley, die ihr goldenes Haar mit einem goldenen Kamm bürstete und alle mit Ihrer Schönheit blendete, stammt aus dem 19.Jahrhundert (Heinrich Heine). Am Mythos ihrer 100 Bürstenstriche ist durchaus etwas dran: Nur Haare, die praktisch parallel liegen und eine fast glatte Oberfläche bilden, können glänzen. Daher ist Kämmen wichtig. Allerdings stellt sich der Effekt bereits nach wenigen Bürstenstrichen ein. Und: zu starkes oder andauerndes Bürsten stimuliert die Kopfhaut zu vermehrter Talgproduktion und fettiges Haar kann die Folge sein.

Tipp: Stil Ikone Caroline de Maigret schreibt in ihrem Buch HOW TO BE PARISIAN WHEREEVER YOU ARE „Ein Hauch Parfum im Haar hat noch keiner Frau geschadet.“.

Herzlich Catrin

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Wann hast du deinem eigenen Spiegelbild zuletzt eine ernst gemeinte Liebeserklärung gemacht?

Catrin Kreyss

Ich bin Catrin, Make up Artist, Coach und Online Unternehmerin. Nach 20 Jahren in der Modeindustrie weiß ich: Schönheit strahlt für mich aus einem Menschen heraus. Natürliche und wahre Schönheit kommt nicht nur von innen – sie beginnt auch dort.

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