Nicht mit mir

Was tun gegen Selbstzweifel

Seit 1970 hat das Phänomen, das erfolgreiche Menschen dazu bringt, an sich selbst und ihren Leistungen zu zweifeln und permanent in der Angst zu leben, als Hochstapler aufzufliegen, einen Namen. Impostor-Syndrom zu Deutsch: Hochstapler Syndrom. Bewiesen ist längst, darunter sind viele Frauen – nicht umsonst gibt es zahlreiche Studien, die belegen, dass Frauen sich viel zu oft unter Wert verkaufen. Viele Frauen kennen trotz großartiger Karriere, aus eigener Erfahrung das Thema.

„Zweifel zerstört mehr Träume, als dass es Versagen jemals könnte.“ – Suzy Kassem (Amerikanische Autorin und Regisseurin)

WER NICHT SELBST ZWEIFELT, HAT DIE WELT NICHT VERSTANDEN

Studien aus den 1980er Jahren gehen davon aus, dass sich zwei von fünf erfolgreichen Menschen als Hochstapler einschätzen. Andere Studien gehen davon aus, dass bis zu 70% der Menschen davon betroffen sind.

Wenn man an sich selbst zweifelt, hilft es manchmal sich zu vergegenwärtigen, dass diese zermürbenden Selbstzweifel etwas sind, das viele Menschen kennen. Meryl Streep, eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen der Welt , hat auch schon über ihr Impostor-Syndrom gesprochen. Die Frau, die drei Oscars zuhause stehen hat, fragt sich selbst oft: „Was verstehe ich schon von Schauspielerei?”







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Interessanterweise sind von Selbstzweifeln und vom Hochstapler-Syndrom also vor allem Frauen und Menschen, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen, betroffen. Ungerechte Welt! Während selbst mäßig kompetente Typen noch vor Selbstbewusstsein strotzen und keine Limits kennen, sind ausgerechnet die Begabten und Bescheidenen von Zweifeln blockiert, wenn nicht gar zerfressen.

Das Kernproblem der Selbstzweifler aber ist: Die Betroffenen sind nicht nur selbstkritischer als andere – sie schöpfen ihr Selbstvertrauen überhaupt nicht mehr aus sich selbst heraus und sind damit abhängig von ihren Mitmenschen. Sie haben ein – wie Fachleute sagen – „interdependentes“ Selbstwertgefühl, also eines, das durchweg abhängig ist von den Rückmeldungen der Außenwelt. Kurz: Sie definieren sich und ihren Wert allein über das tatsächliche Feedback.

 

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WAS HILFT GEGEN SELBSTZWEIFEL

Willst du nicht nur Symptombehandlung betreiben, sondern dauerhaft Selbstzweifel überwinden, wirst du nicht darumkommen, dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl zu steigern. Und jetzt werde ich dich enttäuschen: Ich habe keine 5 Punkte Liste, denn Fakt ist, das ist ein (lebenslanger) Prozess. Das dauert seine Zeit und funktioniert schon gar nicht von heute auf morgen. Um dein Selbstwertgefühl zu steigern, empfehle ich dir zu Beginn, deinen Umgang mit dir selbst zu hinterfragen und gegebenenfalls zu überdenken. Fragen können sein: Würde dein beste Freundin genauso mit dir reden? Wäre sie in diesem Fall noch dein beste Freundin? Wahrscheinlich nicht! Sei liebevoll mit dir. Behandle dich selbst wie du deine Freunde behandeln würdest. Immer.

Was tun gegen Selbstzweifel

12 STRATEGIEN GEGEN SELBSTZWEIFEL

1) NUMBER ONE

Fehler Nummer 1 ist seit jeher: sich mit anderen vergleichen. Die Crux ist, du schaust nur auf die Stärken der anderen und vergleichst sie mit deinen Schwächen. Klarer Fall, du ziehst den Kürzeren. Immer. Klar ist: Es gibt nur eine einzige Person, mit der du dich vergleichen solltest: Mit DIR selbst! Vergleiche dich mit deinem früheren Ich.Was dir dabei hilft? Frag dich doch mal:

  • Was konntest du früher nicht, was du inzwischen gelernt hast?
  • Wovor hattest du früher Angst, was du dich heute traust?
  • Welchen Lebensbereichen haben sich positiv entwickelt?

2) ABLENKEN

Klingt immer nach weglaufen und Probleme meiden, ist und bleibt jedoch das einfachste Mittel gegen Grübeln. Du zweifelst an dir, deinem Dasein und findest einfach keine Antworten? Dann gib’s für den Moment erstmal auf und …mach stattdessen in der Wohnung Klarschiff, nimm den Hund und fahr in den Park oder back Erdbeer Brownies. In der Regel stoppt eine neue Aktivität nicht nur die Gedankenspirale, sondern gibt dir auch ein gutes Gefühl, Kraft oder ein Fünkchen Selbstbewusstsein – oder einen leckeren Erdbeer Brownies.

3) FAKTEN CHECK

Du zweifelst an deinen eigenen Fähigkeiten und denkst, du bist zu nichts zu gebrauchen? Hältst dich für hässlich und total unattraktiv? Was auch immer es ist, dass dir die größten Selbstzweifel verursacht, setz dich gezielt damit auseinander und steck mal ganz klar deine Grenzen ab.

Denn, irgendwas wirst du garantiert gut können. Frag dich: Was sind deine Stärken? Dranbleiben? Freundlichkeit? Mitgefühl? Führe sie dir bewusst vor Augen. Dann wende dich deinen Schwächen und Fehlern zu und versuche, Frieden mit ihnen zu schließen! Gar nicht so einfach. Ich weiß : ) Vielleicht hat die eine Schwäche dazu geführt, dass du dafür eine Stärke ausgebaut oder entwickelt hast. Niemand ist perfekt und klar ist, unsere Makel machen uns aus. Außerdem: Außer dir und maximal 1 bis 2 Menschen in deinem Umfeld stört es niemanden, wie du aussiehst oder dass du manchmal etwas falsch machst. So schlimm, wie es dir erscheint, kann es in Echt nie sein!

4) TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER

Nur weil du Fehler macht, heißt das nicht, dass du nicht gut genug für den Job bist. Jeder macht Fehler. Das weiß jedes Kind. Im Endeffekt ist es doch so, Fehler bringen uns sogar weiter. Wir Frauen neigen oft dazu, aus Fehlern Selbstzweifel zu entwickeln, Männer hingegen finden Gründe (ungünstige Umstände?) außerhalb ihres Einflussbereichs. Schau dir mal die Startup-Kultur an, dort gehört Scheitern zum Tagesgeschäft. Lass dich davon also nicht kleinkriegen.

5) SELF TALK 2.0

Es gibt Studien die beweisen, dass ein positives Selbstgespräch tatsächlich unseren Blick auf uns positiv beeinflusst. Fazit: sprich dir selbst Mut zu. Wenn nötig täglich. Stell dich vor den Spiegel, schau dir in dir in die Augen und sag dir, wie gut du bist. Und dann gleich nochmal. Schreib dir selbst Zettel, auf denen du dich daran erinnerst, und verteile sie in der Wohnung. Leg deinen Fokus auf die Dinge, die dir gelingen, so holst du sie jederzeit in das Jetzt. Und ganz wichtig; Erfolge feiern – auch dann, wenn sie sich gut verstecken

6) IM ZWEIFEL DIE ZWEIFEL BEZWEIFELN

So bewusst wir auch sind, wir können unsere Situation niemals komplett objektiv betrachten.

Wem gehört die Stimme in deinem Kopf? Achte genau auf die Stimme in deinem Kopf. Ist sie wirklich deine Eigene? Oder gehört sie einem anderen Menschen? Was meine ich damit?

Angenommen eine andere Person hat dir gesagt, dass du etwas nicht kannst. Falls dir das immer wieder eingeredet wurde, wirst du unbewusst glauben, dass es wahr ist. Sollten also Selbstzweifel auftreten, wie „das schaffst du nicht“, könnte deine innere Stimme, nicht deine eigene sein. Höre Mal ganz genau hin. Du wirst erstaunt sein.

7) ES IST OKAY

Es ist ok, zu zweifeln. Punkt! Denn, was passiert sonst? Du wirst wütend auf dich selbst, dass du Zweifel hast. Warum muss das ausgerechnet dir passieren? Alle anderen sind doch auch so selbstsicher und erfolgreich. Nur bei dir kommen immer wieder Unsicherheiten durch. Wie ungerecht! Und dann versinkst du in diesem Gedankenkarussell und machst dir Vorwürfe. Was dich nur noch unsicherer macht. Also steig gleich aus dem Karussell aus, indem du die Zweifel im ersten Schritt für dich akzeptierst.

Wie isst man einen Elefanten? Stück für Stück

brich die Herausforderung auf kleine Teilschritte herunter und fang an!

8) NICHT MIT MIR

Wenn du sowieso schon am Grübeln und Zweifeln bist, kannst du ja gleich auch mal ein paar negative Gedanken von dir hinterfragen. Will heißen:  hinterfrage deine Zweifel nicht auf ihre Richtigkeit – auf die kommt’s eh nicht wirklich an – sondern auf ihren Sinn!

  • Was nützt es, an dir zu zweifeln?
  • Inwiefern macht es dich besser?
  • Und wen interessiert’s, dass du dir den Kopf zerbrichst?

(Wenn da keiner ist, kannst du es doch eigentlich genauso gut lassen …)

Denn: Glaubst du nicht auch, dass du viel mehr erreichen könntest, würdest du dir statt der negativen auch mal positive Gedanken machen? Und erinnere dich, du bist eben erst auf dem Weg zu dieser Knaller-Version deiner Selbst.

9) ÜBE DICH IN KONSTRUKTIVEM SELBSTGESPRÄCH

Laut Claire Shipman (Das neue Selbstbewusstsein) gibt es Studien, die belegen, dass Frauen mehr über ihre Leistung oder Situationen grübeln als Männer. Was hast du in deinem Leben schon alles erreicht? Und jetzt sag bitte nicht „nichts“, denn das stimmt nicht! Zumindest hast du schon mal lesen gelernt. Der Trick ist einfach, lass dich nicht auf die Gedanken ein, frag dich selbst, welche objektiven Gründe es dafür gibt, dass du nicht gut genug für …  bist. Frag dich, welche Argumente es dafür gibt, dass du genauso gut ­– wenn nicht sogar besser – für … geeignet bist. Und dann? Schreib alle Gründe auf. Wiederhole es so oft wie du willst. Oder lese sie dir laut vor.

10) WING WOMAN

Wenn die Selbstwahrnehmung von irrationalen Ängsten getrübt ist, hilft es, sich eine Außenperspektive anzuhören. Niemand sollte mit seinen Zweifeln alleine bleiben. Besprich deine Selbstzweifel mit einem anderen Menschen. Wenn du also an der Arbeit zweifelst, frag eine Kollegin oder Freundin nach ihrer ehrlichen Einschätzung. Hör dir aufmerksam an, was sie dazu sagt. Es ist wichtig zu erfahren und zu wissen, dass andere dich anders sehen, als du dich selbst aus deiner inneren Perspektive wahrnimmst. Du magst (zu!) hohe Ansprüche an dich haben. Doch für andere leistest du schon allein, indem du da bist, einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag.

11) TIEF STAPELN

“ Das hätte jeder so gemacht.“ Besonders wir Frauen tendieren dazu, uns kleiner zu machen, als wir sind. Das nennt Mann „tief stapeln“. So ein Scheiß! Wenn du dich schon vor dir selbst klein machst, wie sollen andere Menschen auf das was du tust, oder eben nicht reagieren? Dieses „Klein(er)machen“ als du bist, schürt Selbstzweifel so richtig. Wie oft stehst du dir selbst im Weg, weil du dir nichts zutraust? Mach dich zur Abwechslung doch mal größer, als du bist. Nur so zum Ausprobieren.

12) HALTUNG ANNEHMEN

Deine Körperhaltung beeinflusst nicht nur, wie du auf andere wirkst, sondern auch, und weitaus wichtiger wie sicher du dich fühlst, oder eben nicht. Hängende Schultern, gesenkter Kopf oder aufrechter Gang: Es macht einen Unterschied. Durch die richtige Haltung fühlst du dich präsenter und voller Energie. Studien beweisen, mit einer selbstbewussten Körperhaltung schüttet der Körper Hormone aus, die signalisieren: Ich habe alles im Griff. Erinnere dich also bei den nächsten Zweifeln bewusst eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen: Schultern zurück, Kopf aufrecht und Blick gerade aus. Probiers mal aus.

Selbstzweifel werden immer wieder kommen. Mein Rat an dich, nimm deine Selbstzweifel als etwas an, das dich schützen möchte. Zweifel und Ängste waren in der Steinzeit dazu da, uns das Leben zu retten, weil hinter jedem raschelnden Busch ein hungriger Bär vermutet wurde. Klar ist, große Herausforderungen können überfordern. Wir sehen nur das große Ganze und wissen nicht, wie wir es bewältigen sollen. Ich verstehe das. Eine solche Situation ist idealer Nährboden für Selbstzweifel. Im schlimmsten Fall werden wir dadurch komplett handlungsunfähig. Die Kunst liegt darin, dass du dich davon nicht abhalten lässt. Selbstliebe, der Aufbau von Selbstbewusstsein und einem gesunden Selbstwert braucht Zeit, Erfahrung, Übung und auch nach Jahren sind wir damit (wahrscheinlich) nie ganz fertig. Fest steht: Sich mit den eigenen Selbstzweifeln auseinander- und ihnen etwas (Selbstsicherheit) entgegensetzen, ist die richtige Entscheidung. Denn, wenn ich mit mir selbst in Beziehung trete, bin ich in einem positiven Sinne mir selbst der Nächste. Selbstliebe befähigt mich zur Nächstenliebe. Und, wenn ich mich selbst nicht liebe, dann wird das mit dem Nächsten auch nichts.

Mach dir Freude,

Herzlich, Catrin

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Catrin Kreyss

Ich bin Catrin, Make up Artist, Coach und Online Unternehmerin. Nach 20 Jahren in der Modeindustrie weiß ich: Schönheit strahlt für mich aus einem Menschen heraus. Natürliche und wahre Schönheit kommt nicht nur von innen – sie beginnt auch dort.

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