Selbstbewusstsein schlägt IQ

Selbstbewusstsein

WAS IST WICHTIGER INTELLIGENZ ODER SELBSTBEWUSSTSEIN

Was ist wichtiger, um in der Schule oder im Leben gute Noten zu bekommen? Die Intelligenz, oder besser, der Intelligenzquotient (IQ)? Oder ist es Selbstbewusstsein – man könnte auch sagen: Selbstüberschätzung? Darüber kann man sicher streiten. Jeder von uns kennt jemanden, der / die mehr von ihrer Überzeugung leben, als von dem, was sie tatsächlich anzubieten haben. Oder?

Studien belegen, dass Lebenserfolg und die gemessene Intelligenz nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. Andere Faktoren sind hier viel entscheidender.

Erfolg kommt nicht vom Wünschen allein, eher vom langfristigen und konsequenten Verfolgen der persönlichen Ziele. Hierzu musst du in der Lage sein, negative Impulse zu dämpfen, Belohnungen hinauszuschieben, positive Gefühle wie Hoffnung, Begeisterung und Zuversicht mobilisieren. Was Sportler, Musiker oder Schachgroßmeister gemeinsam haben, ist die Fähigkeit, sich selbst einem schonungslosen Training zu unterwerfen. Dass manche Kinder bereits Meister in der Impulskontrolle sind, haben Forscher bereits im Marshmallow Project  demonstriert:

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Du erinnerst dich, sie gaben jedem Kind eine begehrte Süßigkeit, ein Marshmallow, und boten denjenigen ein zweites an, das die ersten 20 Minuten lang, diesen liegen lassen konnten. Manche Kinder kapitulierten sofort vor der Versuchung, andere überbrückten die für Kinder lange Zeit der Impulskontrolle mit Selbstgesprächen oder indem sie sich die Augen zuhielten bzw. sangen. Weniger bekannt ist; zwölf Jahre später wurden die, inzwischen Teenager wieder untersucht. Die beherrschte(re)n Kinder von damals erwiesen sich als junge Erwachsene selbstbewusster, sozial kompetenter und auch als bessere Schüler. Der Gratifikationsaufschub erwies sich als solider Vorhersagefaktor für Lebenserfolg.

Wie immens die Fähigkeit zur Mobilisierung positiver Gefühle wie Optimismus (ein Verwandter des Selbstvertrauens) uns motivieren kann, beweisen unterschiedlichste Studien.

Ganz vorn dabei die, die mit Verkäufern einer Versicherung durchgeführt wurde:
Die Studie bewies, dass optimistische Versicherungsverkäufer in den ersten zwei Jahren 37 Prozent mehr Versicherungen an den Mann/ oder Frau brachten als pessimistische. Der Clou: Eine spezielle Gruppe von Bewerbern, die zwar über einen hohen Optimismuswert verfügten, bei den üblichen Einstellungstests jedoch im unteren Drittel lagen und normalerweise abgelehnt worden wären, bekamen im Rahmen der Studie von der Versicherung eine Chance. Diese Gruppe übertraf die Pessimisten im ersten Jahr um 21, im zweiten Jahr um 57 Prozent!

 

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Selbstbewusstsein schlägt IQ

Was das bedeutet? Aktives Gefühlsmanagement, Aufbau von Optimismus und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, es zu schaffen oder zu lernen, es zu schaffen, sind offensichtlich die Haupterfolgskriterien. Wer in der Schule gute Noten hat, wird als Erwachsener deswegen nicht automatisch ein preisgekrönter Forscher oder gar erfolgreicher Unternehmer. Das Vertrauen darin, es zu schaffen oder klug zu sein – ungeachtet der realen Verhältnisse – scheint dagegen ein vielleicht ebenso und womöglich sogar wichtigerer Erfolgsfaktor zu sein.

Forscher um Corina Greven vom Kings Collins London untersuchten den Zusammenhang bei 3785 Zwillingspaaren im Alter zwischen sieben bis zehn Jahren. Die Psychologen fanden dabei heraus, dass die Schulkinder vor allem dann gute Noten erzielten, wenn sie ihre eigenen Fähigkeiten als überdurchschnittlich einstuften. Dabei war es völlig unbedeutend, welchen IQ die Kinder tatsächlich aufwiesen.

>> Es bleibt also das Rätsel, wie aus Einstellung gute Noten werden, etwa in einer Mathe-Schulaufgabe.

20 PROZENT WENIGER

Der Fakt eine Frau zu sein, belastet uns manchmal so stark, dass allein die Frage nach dem Geschlecht vor einer Matheprüfung dazu führt, dass wir schlechter abschneiden. Um die Auswirkung dieses Phänomens, das unter der Bezeichnung `Bedrohung durch Stereotype` bekannt ist, zu erforschen, verteilte die Harvard University an eine Gruppe von 46 Bachelor Studentinnen, hochbegabte Amerikanerinnen asiatischer Abstammung, einen von drei Fragebögen, die jeweils unterschiedliche Stereotype bedienten.

Einer der Fragebögen hob das Stereotyp hervor, Asiaten wären schlecht in Mathematik, der zweite das Stereotyp Frauen wären schlecht in Mathematik und der dritte war neutral gehalten. Nachdem alle Frauen den Fragebogen ausgefüllt hatten, schrieben sie einen schwierigen Mathe Test. Diejenigen Frauen, welche an ihre asiatische Herkunft erinnert wurden, beantworteten 49% der Aufgaben richtig. Diejenigen, die an ihr Geschlecht erinnert wurden, erzielten mit 43% das schlechteste Ergebnis. Die Frauen der neutralen Kontrollgruppe lag bei 54% der richtigen Antworten.

Selbstbewusstsein schlägt IQ

Hewlett Packard führte eine Studie durch. Um herauszufinden, wie sie mehr Frauen ins Topmanagement bringen könnten. So stellten sie fest, dass Frauen sich erst dann für eine ausgeschriebene Stelle bewarben, wenn sie glaubten, 100% die der Voraussetzungen zu erfüllen. Den Männern hingegen reichten bereits 60% der Anforderungen.

Was daraus folgt? Wir Frauen sind erst zuversichtlich, wenn wir uns perfekt wähnen. Oder so gut oder manchmal auch verdammt nahe dran. Auch unterqualifiziert Männer fackeln nicht lange, ob sie loslegen sollen. Überqualifiziert und minutiös vorbereitet halten sich viele Frauen dennoch zurück. Diese Zweifel, die wir gern verheimlichen, müssen wir überwinden. Selbstbewusstsein ist keine Nebensächlichkeit – es ist die Hauptsache (↗ Was Frauen zum Erfolg führt).

Das eine Karriere allein auf harter Arbeit, langen Arbeitszeiten, Detailversessenheit oder perfekter Ausführung der gestellten Aufgaben beruht hat ausgedient. Tatsache ist, in den meisten Fällen trifft das Gegenteil zu.

WOHER KOMMT NUN SELBSTBEWUSSTSEIN

Bleibt die Frage; woher kommt die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten? Ist es das Umfeld, die Eltern, die Freunde, die uns nur lange genug einflüstern, dass wir überragend oder eben das Gegenteil sind? Oder ist die Zuversicht ins eigene (intellektuelle) Vermögen ein grundsätzliches Merkmal der Persönlichkeit und liegt in unseren Genen? Die vorläufige Wahrheit fanden die Psychologen irgendwo in der Mitte. Aktuell ist man sich einig: Selbstbewusstsein ist etwa zur Hälfte angeboren und zur anderen Hälfte eine Folge unserer Umwelteinflüsse, der wir in unserem Leben ausgesetzt sind.

PS: In EMOTIONALE INTELLIGENZ beschreibt Daniel Goleman, welche Bedeutung das für Unternehmen hat. Darüber hinaus erzählt er, wie er bei einem Klassentreffen überrascht feststellte, dass nicht der Klassenbeste derjenige war, der es am weitesten gebracht hatte, sondern ein Freund von ihm mit durchschnittlichen Noten. Der zählte allerdings zu den beliebtesten in der Klasse und hatte eine ganz spezielle Begabung im Umgang mit Menschen. Er verstand es, positive Gefühle zu verbreiten. Mit Anfang 30 war er bereits Vizepräsident einer großen Kabelgesellschaft.

Lasst uns genau an diesen Punkt ansetzen, uns vernetzen und gemeinsam besser sein.

Gut tut, was gut tu.

Herzlich, Catrin

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Catrin Kreyss

Ich bin Catrin, Make up Artist, Coach und Online Unternehmerin. Nach 20 Jahren in der Modeindustrie weiß ich: Schönheit strahlt für mich aus einem Menschen heraus. Natürliche und wahre Schönheit kommt nicht nur von innen – sie beginnt auch dort.

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