Sonne Sommer Haut

SONNE SOMMER HAUT

MEHR FEUCHTIGKEIT BITTE! DIE BEDÜRFNISSE DER HAUT IM SOMMER

Die Sonne scheint warm auf deine Haut, deine Seele blüht auf, und im Handumdrehen stellt sich gute Laune ein. Wir brauchen diesen natürlichen Kick, um so richtig aufzuleben. Jeder, der morgens schon Mal von der Sonne geweckt wurde, weiß was ich hier schreibe.Sonne ist ein wichtiger Taktgeber für unseren Hormonhaushalt. Bspw. hemmt sie das Schlafhormon Melatonin und gibt einen Impuls an das Wachhormon Cortisol. So starten wir gut gelaunt in den Tag.

Darüberhinaus nimmt deine Haut Sonnenlicht auf, um Vitamin D (auch das „Sonnenvitamin“ genannt) zu erzeugen. Vom Nervensystem über das Immunsystem, von den Muskeln bis zu den Knochen ist es eine unentbehrliche Komponente zentraler Stoffwechselprozesse. Allerdings: Hier reichen 15 Minuten Sonnenbaden aus, um die Vitamin-D-Bildung zu fördern. In 15 min werden Deine Hautzellen stimuliert, ihren eigenen Sonnenschutz aufzubauen.

WAS BRAUCHT SOMMER HAUT?

Klassische Sonnenprodukte sind für Aufenthalte im Freien konzipiert. Sie sind Schutz gegen alle negativen Einflüsse von UV Strahlung. Solltest Du Dich nicht explizit der Sonne aussetzen, ist eine Tagescreme mit LSF 30 (bei empfindlicher Haut LSF 50) ausreichend. Darüber benötigt Sommer Haut leichte Texturen, viel Feuchtigkeit und einen ausreichenden Sonnenschutz. Also Cremes mit leichten Texturen, die schnell einziehen und nicht fetten. In der warmen Jahreszeit produziert Deine Haut von allein mehr Talg, so dass reichhaltige Cremes die Poren verstopfen würden.

Sommer Haut - Was braucht Haut im Sommer 1
Norbert Cheminel – Hair & Make up

TIPP: Bei empfindlicher Haut ist ein SUN HARDENING zu empfehlen. In einer medezinischen Sonnenkabine stellt ein Arzt die UVA/ UVB Strahlung so ein, dass Dein Körper einen natürlichen Schutz aufbaut. Diese Therapie wird individuell dosiert und beginnt etwa einen Monat vor dem Urlaub. Hiernach sind physikalische Filter (Einteilung siehe unten) zu empfehlen (Titan- und Zinkoxyd) da sie auf der Hautoberfläche aufliegen statt einzudringen.

DIY GESICHTSSPRAY

Das Erfrischungsgenies im Sommer: Ein Gesichtswasser! Es tonisiert und hinterlässt ein angenehm frisches Gefühl auf Deiner Haut. Ob als Vorbereitung Deiner Pflege oder einfach zwischendurch. Ein Gesichtswasser wirkt klärend, erfrischt und spendet der Haut Feuchtigkeit.

Mit einem Erfrischungsspray in der Tasche verschaffst Du Dir rasch Abkühlung. Du benötigst eine saubere Sprühflasche (200 ml),  200 ml Mineralwasser und 2-4 Tropfen ätherisches Öl. Z.B. Rosenöl (harmonisierend) oder Orangenblütenöl (ausgleichend) oder 1 Tropfen Minzöl. Let`s spray.

UNREINE HAUT IM SOMMER?

Sonne trocknet Pickel zwar aus, jedoch ist das nur ein vorübergehender Effekt. Höhere Temperaturen regen die Produktion der Talgdrüsen an, gleichzeitig sorgt Sonne jedoch dafür, dass sich die oberste Hautschicht verdickt. Der perfekte Nährboden für Pickel und Mitesser. Um einer Verhornung der Haut entgegen zu wirken, kannst Du hier mit einem sanften Peeling entgegenwirken. Darüber hinaus kann es helfen, auf eine leichtere Feuchtigkeitspflege umzusteigen. Aber auch hier gilt: Den Sonnenschutz nicht vergessen! Achte darauf, dass dieser über einen ausreichenden Lichtschutzfaktor verfügt und keine komedogenen Stoffe enthält.

SONNENSCHUTZ IST HEUTE MULTIFUNKTIONAL

Die Produktentwickler konzentrieren sich derzeit darauf, Farbe und Schutz zu vereinen. Und der Fokus liegt hier auf unserem hauteigenen Stoff: das Melanin. Treffen UV Strahlen auf unsere Haut, beginnt unser Körper in den Melanozyten das Pigment Melanin zu bilden. Es wandert zu den Keratinozyten (Hornzellen) und legt sich dort wie eine Kappe über den Zellkern, um die darin enthaltenden Erbanlagen zu schützen. So ist Bräune unser hauteigener UV Filter (der etwa einem LSF 4 entspricht).

Heute reicht es nicht, eine einfache Sonnenschutzcreme aufzutragen. Kosmetik ist mittlerweile multifunktional. Sonnenschutz kann uns daher nicht nur vor UV-A- und UV-B-Bestrahlung schützen, er soll auch von empfindlicher Haut gut vertragen werden, vor vorzeitiger Hautalterung schützen und nicht zuletzt die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Die neuesten Entwicklungen bieten Sonnenschutz mit Antioxidantien (z.B. Vitamin E, Edelweißextrakt, Glycyrrhetinsäure), Melaninverstärkern (z.B. Süßholzwurzel) oder Enzymtechnologie (z.B. Profense Cel). Als zusätzliche Sicherheit vor lichtbedingter Hautalterung. Zudem können so Überpigmentierung, Elastizitätsverlust und Faltenbildung vemindert und Auswirkung von Infrarot Strahlung gemildert werden.

Sommer Haut - Was braucht Haut im Sommer 1
Norbert Cheminel – Hair & Make up

Sonnenmilch lässt sich leicht auftragen und zieht schnell ein. Cremes haftet besser auf der Haut, lässt sich aber auch schlechter verteilen. Wer unter „Mallorca-Akne“ leidet, nutzt am besten fettfreie Sonnenschutzgele. Für einen Badeurlaub sind wasserfeste Produkte empfehlenswert. Der europäische Kosmetikverband COLIPA definiert hier den Schutz so, dass die Kennzeichnung „wasserfest“ noch 40 min nach einem Bad anhält, bei „extrawasserfest“ kannst Du eine Stunde zurechnen.

Wenn Du Dir trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Sonnenbrand geholt hast, empfehle ich immer Après-Soleil- oder After-Sun-Produkte. Diese enthalten feuchtigkeitsspendende und hautberuhigende Substanzen wie Dexpanthenol, Allantoin oder Aloe-vera-Extrakte. In leichten Fällen helfen auch juckreizstillende Gele aus der Apotheke um Deine Beschwerden zu lindern. Wenn jedoch außer einer Hautrötung auch Blasen oder größere Verbrennungen entstanden sind, solltest Du auf jeden Fall zum Arzt gehen.

WORIN UNTERSCHEIDEN SICH DIE 2 SONNENSCHUTZ- SYSTEME?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten Sonnenschutz:

1. CHEMISCHER LICHTSCHUTZFILTER

Chemische Lichtschutzfilter bilden einen schützenden Film auf deiner Haut. Sie absorbieren die UV-Strahlen und geben die aufgefangene Energie in Form von harmloser Wärmeenergie wieder ab. Das Allergierisiko ist höher da die Stoffe von der Haut resorbiert werden.

2. PHYSIKALISCHER LICHTSCHUTZFAKTOR

Physikalische bzw.mineralische Lichtschutzfaktoren enthalten sogenannte Mikropigmente (Titanoxid, Zinkoxid), welche die UV-Bestrahlung an der Hautoberfläche reflektieren. Sie wirken, im Gegensatz zu chemischen Filtern, sofort nach dem Auftragen.

WAS BEDEUTEN LICHTSCHUTZFAKTOR (LSF), SONNENSCHUTZ (SPF) UND UV INDEX?

Lichtschutzfaktor (LSF) und englisch Sun Protection Factor (SPF)wurde zur Bewertung von Sonnenschutzmitteln im Jahr 1956 eingeführt. Erst später wurde entdeckt, dass UV-A-Strahlen für krankhafte Lichtreaktionen und Spätschäden verantwortlich sein können, denn anfänglich galt nur UV- B Strahlung als gefährlich. Mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) lässt sich eine Aussage zur Wirksamkeit eines Sonnenschutzes treffen: Er gibt an, wie viel länger man sich mit einem Sonnenschutz in der Sonne aufhalten kann. Allgemein gilt für den Lichtschutzfaktor: Er sollte umso höher sein, je heller Deine Haut ist und je stärker die Bestrahlung ausfällt. Das bedeutet im Klartext: Bei Lichtschutzfaktor 30 ist die Schutzzeit 30 Mal höher als ohne Sonnencreme! (In Deutschland kannst Du Produkte von LSF 2-60 erwerben)

Bei einer Eigenschutzzeit von 10 MIN und einem Sonnenbad von 60 MIN sieht die Rechnung so aus:

60 X 1,5 /10 = 9

Du benötigst ein Präparat mit einem LSF von mindestens 9.

Bei einer Eigenschutzzeit von 20 MIN und einer 4 stündigen Wanderung sieht die Berechnung so aus:

240 X 1,5 / 20 = 18

Du benötigst ein Präparat mit einem LSF von mindestens 18.
TIPP: Der LIchtschutzfaktor gilt immer für den ganzen Tag. Der Lichtschutzfaktor ist nicht die Summe von wiederholtem Auftragen. Wiederholtes Auftragen ist sinnvoll, damit der Schutz aufrecht erhalten bleibt. Denn Schweiß, Wasser, Sand oder Textilien vermindern die Wirkung.

Der UV Index beschreibt laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) den am Boden zu erwartenden Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen Strahlung. Also: Je höher der prognostizierete UVI ist, desto schneller kann nam einen Sonnenbrand bekommen. Die Faustregel lautet: Der zweifache UVI ergibt den LSF Deiner Sonnencreme. D.h. beträgt der UVI 7, sollte Deine Sonnencreme einen LSF- Wert von 15 besitzen. Den täglichen UVI findest Du HIER.

PFLEGEND & BERUHIGEND

Mittagsblume, Kamelienöl, Auszüge aus Quittensamen oder Avocadoöl

JUCKREIZSTILLEND

Pflanzenextrakte aus Borretsch, Kamille, Hagebutte, Ingwer, Linsen und Zaubernuss

FEUCHTIGKEITS- BINDUNG

Extrakte aus der Feige, der Aloe Vera, aus Algen, Honig oder Hyaluronsäure

ANTI AGING

Lagunenwasser, Extrakte aus Algen und Stiefmütterchen

GEGEN RÖTUNGEN & HITZEEMPFINDUNG

Thermalwasser, Mangobutter

TIPP: Ich benutze im Sommer Thermalwasserprays als Vorbereitung der Haut vor der Pflege. Die Haut wirkt sofort frisch und entspannt.
Sommer Haut - App 1

SOLARIZE – Wer in der Sonne die Zeit vergisst, dem hilft SOLARIZE: Bräunungs Timer. Die App berechnet Deine Bräunungszeit.

Sommer Haut - App 2

UV CHECK – Mit UV CHECK berechnest Du Deine maximale Eigenschutzzeit in der Sonne. Die App hilft Dir außerdem bei der Hauttypbestimmung und gibt Dir Tips zur Senkung des Hautkrebsrisikos.

Sommer Haut - App 3

LSF TIPP – Die App LSF TIPP gibt aktuelle Tipps für den LSF der Sonnenmilch. Ermittel wird hier der wert nach Hauttyp, Aufenthaltszeit in der Sonne, Bewölkung und Standort.

Gut tut was gut tut.

XOXO CATRIN

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