ÜBERZEUGEND SCHÖN

Der Termin mit den Kollegen steht an, vorher noch ein kurzer Check im Waschraum: Das morgens gezauberte Makeup hat sich in ein ernsthaftes Problem verwandelt. Der Lippenstift ist bröselig, der Lidschatten verlaufen und dein Mascara sorgt für eine unschöne Panda-Optik. Dir fehlt die Zeit das Ganze jetzt nochmal so aufzufrischen. Bleibt die Frage: wie gelingt das perfekte Business Makeup, das auch lange Arbeitstage unbeschadet übersteht?

Im Job lässt man sich am besten von Profis coachen – neben Qualifikation und Kompetenz entscheidet im Job eben auch der optische Gesamteindruck. Der erste Eindruck signalisiert: Dieser Job passt zu mir und ich in diesen Job!

Hinter einem Bankschalter überzeugst du eher mit klassischem Styling, in der Medienbranche ist dagegen ein Gespür für Trends gefragt und das solltest du auch in puncto Haare und Make-up erkennen. Wer unsicher ist, sollte sich an erfolgreichen Frauen im Unternehmen oder der gesamten Branche orientieren. Ein gepflegtes, angemessenes Styling vermittelt die selbstbewusste Botschaft: “Genauso viel Mühe und Zeit, wie ich in mein Äußeres investiere, widme ich meinen Kollegen und Kunden.”

>> Ein gepflegtes Aussehen bringt bei gleicher Qualifikation bis zu fünf Prozent mehr Gehalt, ergab eine Studie der Universität von Texas.

Grundsätzlich gilt: weniger ist mehr. Und mit den richtigen Tricks kannst du auch im Büro überzeugen. Ich verrate dir hier, mit welchem Make-up du im Alltag auf der sicheren Seite stehst… Das A und O beim Business Makeup: Am Morgen muss es schnell und unkompliziert sein. UND es sollte den ganzen Tag halten. Zumindest so, dass es keinem negativ auffällt, dass du bereits einige Stunden hinter dir hast. Denn wenn du dir ständig darüber Gedanken machst, ob der Lidstrich noch sitzt, ist das belastend, lenkt ab und macht unsicher. Hier gilt: Makeup sollte deine Persönlichkeit unterstreichen und nicht ablenken. Auch nicht dich selbst.

Gepflegt von Kopf bis Fuß

Manchmal ist es gut zu wissen, was einem mit regelmäßigem Pflegeaufwand alles offen steht. Sollte sich überraschend die Teilnahme an einer spannenden geschäftlichen Abendveranstaltung ergeben heißt es Flexibilität beweisen. Nur schnell die Schuhe wechseln, die Bluse gegen ein Top eintauschen, das Make-up auffrischen und los.

>> Weniger Farbe ist im Job meistens mehr. Wer nicht gerade im Show-Business arbeitet, sollte auf alles verzichten, was intensiv glitzert oder nach Party aussieht. Ansonsten gilt das Entweder-oder-Prinzip: Also niemals Smokey-Eyes und intensiver Lippenstift.

Unsichtbar, aber wirkungsvoll: Pedikürte Füße sind bei einem klassischen Business-Outfit nicht zu sehen – aber das Wissen, rundum gepflegt zu sein, beeinflusst die eigene Stimmung positiv, schafft die besten Voraussetzungen, sich auch in kniffligen Situationen selbstbewusst zu bewegen.

Visitenkarte: Hände

Ständiges Händeschütteln, Waschen und Desinfizieren trocknet deine Haut  ruckzuck aus. Deshalb: vor dem Schlafengehen eine intensiv pflegende Handcreme dick auftragen. Extrapflege: Baumwollhandschuhe darüberziehen. Die Nägel kurz feilen – Glasfeilen sind am schonendsten.

Alles Extreme solltest du im Job vergessen, das gilt besonders für deine Hände: Egal ob pinkfarbene Lacktöne oder modellierte French-Nails in Überlänge. Praktisch und erfolgversprechend: Nägel eher kurz feilen und transparent lackieren. Ich schwöre ja immer auf edlen Hochglanz also Transparentlack. Der lässt sich auch in der größten Hektik ohne Patzer auftragen, trocknet schneller als jede Farbe und sieht auch nach Tagen noch überzeugend frisch aus.

Die Basis: Individuell abgestimmte Pflege

Deine Augenpartie ist zehnmal dünner als die restliche Gesichtshaut – trage deshalb zwischendurch immer wieder eine Augenpflege auf: TIPP: Gels mit Augenroller massieren deine Augenpartie und kühlen gleichzeitig.

>> Luftfeuchtigkeit im Flugzeug liegt bei 20 Prozent, unsere Haut braucht aber 50 Prozent. Pflicht ist also eine Pflege mit viel Feuchtigkeit, vor allem um die Augen. Da darfst du auch während des Fluges nachcremen.

UV-Schutz ist hier die wichtigste Regel. Im Winter reicht eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor 20, ab März solltest du auf eine getönte Tagescreme mit LSF 50 setzen. Wer Make up mit UV-Filter und Sonnencreme übereinander trägt, immer daran denken: Der Lichtschutz addiert sich nicht, es zählt der höchste aufgetragene Faktor.

>> Feuchtigkeitssprays sind schnelle Helfer bei akutem Spannungsgefühl, aber nur wenn sie auch pflegende Stoffe enthalten (zum Beispiel Blütenextrakte). Zeitverschiebung und damit verbundener Schlafmangel lassen die Haut schnell fahl aussehen – Glowprodukte sorgen für leuchtenden Teint.

Die Versiegelung: On top Puder

Beim Puder solltest du Farbe und Menge beachten. Ist der Puder zu hell, kann er dir  ein kränkliches Aussehen verleihen. Trägst du zu viel von dem Produkt auf, bleibt er an deinen Gesichtshärchen hängen oder setzt sich in Falten ab – das Gesicht wirkt maskenhaft und macht dich älter.

>> Damit Make-up länger hält: Lippen und Lid vor dem Auftragen mit losem Puder abpudern.

Der Glow: Foundation

Im Laufe des Jahres verändert sich dein Hautton infolge von Sonneneinstrahlung, so dass du idealerweise zwei verschiedene Foundations so mixt, dass sie deinem momentanen Gesichtston am nächsten kommen. 

Mein Geheimtipp sind Primer, sie werden nach der Pflege und vor der Farbe aufgetragen. So schenken sie Make-up längere Strahlkraft und mehr Ebenmäßigkeit – vor allem in der meist öligeren T-Zone.

>> Im Sommer hilfreich: Spezielle Tücher (Löschpapier), nehmen den Glanz aus der Haut auf. Und, nicht vergessen: entstandene Flecken Make up nie abreiben, immer tupfen.

Wer am Computer arbeitet, fasst sich oft gedankenverloren ins Gesicht und strapaziert damit das Make up. Fixiere deine Foundation immer mit Puder. Du bevorzugst es einfacher? Ein Kompakt-Make-up ohne Schimmer wirkt bei jedem Hauttyp frisch und natürlich. Einfach mit dem Pinsel von der Gesichtsmitte zum Haaransatz hin verteilen.

>> Wenn du beim Make-up das Gefühl hat, es könnte zu viel sein, ist es bereits zu viel.

Rouge oder Bronzer

Rouge hat eine oft unterschätzte, belebende Wirkung – es verleiht dir jene Frische, die ihm im Joballtag oft fehlt. Und wenn es ganz schnell gehen muss: Greif doch mal zu einem haltbaren, sonnigen Bronze-Effekt, mit dem du  die Übermüdung ausradierst.

Der Spiegel zur Seele: Sind deine Augen

Lenk die Aufmerksamkeit auf die Augen, denn dort sollen deine Gesprächspartner hinschauen. Grundsätzlich sollte Make up die Augen vergrößern, dafür sorgen helle Farben. Mein Geheimtipp: Rosé-beiger Kajal verleiht deinen Augen einen wachen Blick. Schwarz hingegen macht Augen generell optisch kleiner. Wenn es dennoch dunkel sein soll, greife besser zu einem Braun oder Grau. Die wirken wie ein natürlicher Schatten. Vorsicht dagegen mit (zu) rötlichem, warmem Tönen: Bei vielen Frauen, vor allem beim hellhäutigen Typ, sehen die Augen damit verweint oder müde aus. Mein Tipp: Zum Schluss verdichte den Wimpernkranz optisch mit einem dunklen Kajalstift.

>> Nicht vergessen: Deine Augenbrauen! Sind sie gepflegt, verleihen sie deinem Gesicht Ausdrucksstärke, Kompetenz und unterstützen deinen Charakter. Und hier kann es sich tatsächlich lohnen, mal hin und wieder die Profis im Beauty-Salon Hand anlegen zu lassen.

Morgens dann nur noch schnell mit der Brauenbürste in Form bringen, etwas Farbe drauf und schon sieht die gesamte Augenpartie supergepflegt aus.

>> Wenn du mit Mascara gekleckert hast, auf keinen Fall feucht abreiben und verschmieren. Besser: den Fleck trocknen lassen und mit einem Wattestäbchen wegkratzen.

 

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#KIZZME: Lippen

Seit einigen Jahren bin ich wieder Fan von Konturenstiften – ich trage ihn in einer unaufdringlichen Farbe und im gleichen Ton wie den Lippenstift auf. Verstreiche beides mit einem Lippenpinsel – das garantiert einen ebenmäßigen Effekt und dein „Business Look“ ist perfekt.

Besser als ein leuchtendes Rot sind dezentere dunkle Rosétöne. Und wenn du vor anderen sprechen musst, kannst du gezielt eine intensivere Lippenfarbe als Signal einsetzen. Ein Rot z.B. lenkt die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf den Mund.

Der Duft: Parfum

Zwei Regeln, mit denen nichts schief gehen kann: Ein Hauch von Duft reicht und leichte, frische Nuancen kommen am besten an. Diese wirken auf angenehme Art sachlich, statt Aromen von Vanille bis Moschus, die falsche Signale senden und zu lange haften.

>> Düfte mit Orange und Bergamotte wirken nachweislich auf deine Konzentration. Sprühe ihn als Duft-Doping auf ein Taschentuch und schenke dir so ein paar Atemzüge

Angeblich werden Frauen, die Männerdüfte tragen, vor allem von ihren männlichen Kollegen als besonders kompetent eingeschätzt. Alternativ greif doch mal zu duftender Bodylotion oder einem Körperpuder. Dezent dosiert, wirkt auch dein Lieblingsduft sicher nicht aufdringlich. Ich rate hier nur die Haare zu parfümieren: Der Duft wirkt leichter und hält oft sogar besser als auf der Haut.

Das Haar: Frisur

Nichts macht das morgendliche Styling leichter als ein perfekt sitzender Haarschnitt, der mit wenig Aufwand auskommt. Feine Stufen machen jede Haarlänge flexibler, selbst eine strenge Hochsteckfrisur wirkt damit lockerer. Kurz oder lang, Hauptsache der Schnitt passt zur Haarstruktur und wird fortlaufend vom Friseur in Form gebracht. Sobald die Haare schulterlang sind, binde sie am besten zu einem Pferdeschwanz zusammen oder stecke sie hoch, damit sie dir nicht ständig ins Gesicht fallen und den Blickkontakt erschweren. Denn das erscheint unkonzentriert und abweisend.

Entscheidend ist ein lebendiges Styling, das auch an langen Arbeitstagen funktioniert – am besten mit einem Multi-Talent das dir den nötigen Halt gibt.

>> Vermeide Gel, Wachs oder Haarlack. So fixierte Frisuren wirken steif und unflexibel und dieser Eindruck überträgt sich direkt auf die Person.

Städtewechsel bedeutet meist Wetterwechsel. Wer trotzdem die gleiche Frisur will, benutzt schon am Morgen beim Haarewaschen Glättungsprodukte – sie versiegeln dein Haar und schützen vor feuchtigkeit.

Verwende nach dem Waschen unbedingt einen Anti-Frizz-Balsam, damit ein Regenschauer glatte Haare nicht in Nullkommanix in eine Krisselmähne verwandelt. UND Nicht vergessen:  ab dem Frühsommer zusätzlich UV-Schutz aufsprühen.

Safety-Kit fürs Büro

Stress lässt sich im Büro leider nicht immer vermeiden. Aber du musst ihn dir ja nicht anmerken lassen

  • ein duftneutrales Antitranspirant, damit du in den heißesten Phasen cool bleibst
  • Transparentpuder macht das Make-up beinahe endlos haltbar, auch bei Überstunden
  • Minzbonbons oder Chewing gum für Atemfrische >> Kaugummi-Kauen fördert zudem die Konzentration
  • Concealer lässt Rötungen, Stresspickelchen und Augenschatten im Handumdrehen verschwinden
  • Transparenter Nagellack bringt matt gewordenen Lack auf Hochglanz >> Im Notfall reicht ein winziger Tropfen, um eine Laufmasche aufzuhalten
  • Ein Nagelpflegestift glättet rissige Nagelhaut und lässt die Nägel sofort gepflegter aussehen

Zum Schluss: Was tun gegen Stress?

Die schnelle Variante um dein Gesicht und die Nackenpartie zu lockern: Schultern hochziehen, eine Grimasse schneiden, als ob du in eine Zitrone beißt. Kurz halten und loslassen. 3x wiederholen. Et voila.

Wenn das nicht hilft  >> Tipp Office Yoga.

Wer sich regelmäßig Relaxpausen gönnt, arbeitet nachweislich effektiver. Eine prima Stressbremse ist der Satz: “Das muss ich mir genauer überlegen. Ich melde mich gleich.” Damit gewinnst du auf sachliche Art Distanz und Zeit, um zu filtern, was wirklich wichtig ist.

Herzlich,

Catrin

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