WAS BODY POSITIVITY NICHT KANN – TEIL 2

Body Positivity

– soll Body Neutrality schaffen

Mir persönlich ist es wichtig, Body Positivity nicht mit Selbstliebe zu übersetzen, deshalb verwende ich viel lieber den Begriff „Körperbewusstseins“. Denn Selbstliebe sollte mehr einschließen als bloß die Konzentration auf den eigenen Körper. Körperbewusstsein ist für mich: eine friedvolle, wertschätzende und entspannte Einstellung zum eigenen Körper, unabhängig davon, wie ich gerade aussehe.

Durch Körperbewusstsein zu mehr Sein Gefühl

Körper und Geist sind eine Einheit – nur vergessen wir das heute leider viel zu oft. In unserer Gesellschaft spielt sich Leben im Außen ab. So verlieren wir die Fähigkeit, Zugang zu unserem Körper zu entwickeln. Wir arbeiten überwiegend in kognitiv dominierten Berufen, in denen Rationalität und Denken im Vordergrund stehen. Fühlt sich der Körper unangenehm an, ist die beste Strategie sich ordentlich abzulenken, statt dem Gefühl zu folgen. Doch unser Körper ist Teil von uns – zudem unser sichtbarster Ausdruck in der Welt – wir können uns selbst schlecht wertschätzen, wenn wir diesen Teil von uns nicht mal kennen. Ich persönlich meditiere und habe dadurch einen Weg gefunden, wieder mehr ins Spüren zu gelangen.

BODY POSITIVITY ÜBUNG: INNERER KRITIKER: Stell dir doch mal deine innere Stimme als ein ganz konkretes Wesen vor, das all die negativen Bemerkungen über das eigene Aussehen macht. Eine Figur, der man einen Namen gibt, die man unsympathisch und vielleicht auch lächerlich findet. Es könnte zum Beispiel Donald Trump sein.

Indem man sich seine innere Stimme als konkrete Person ausmalt, lagert man die negativen Gedanken aus. Man macht man sich klar, dass der Druck, schön zu sein, von außen kommt. Der Wunsch, eine Stirnfalte loszuwerden, kommt nicht aus uns selbst. Wenn wir allein auf einer einsamen Insel wären, wäre uns die Falte egal.

Body positivity: Wie geht das im Alltag?

Ganz viele Entscheidungen, die wir von morgens bis abends treffen, hängen damit zusammen: Esse ich das jetzt oder nicht? Verzichte ich darauf, mit Freunden an den See zu gehen, weil ich mich im Bikini nicht wohl fühle? Stell ich mich beim Gruppenfoto extra nach hinten, um bestimmte Körperteile zu verstecken?

1. Schätze deinen Körper!

Schätze deinen Körper, auch wenn er nicht aussieht wie auf einem Hochglanzbild einer Zeitschrift. Klartext: Ziehe an, was Du schön findest und zeige dich in der Öffentlichkeit ohne Scham – auch mal halbnackt im Sommer. Wichtig ist zu wissen, dass den meisten Menschen völlig egal ist, wie dein Körper aussieht. Die meisten Leute gehen zum Schwimmen ins Schwimmbad, nicht um andere zu bewerten.

2. Essen und Bewegung

Quäle dich nicht mit Essen oder Sportarten, die dir keinen Spaß machen, nur um einem Bild zu entsprechen! Ein langer Spaziergang, ein Tanzkurs mit dem Partner oder eine Yogastunde dürfen Spaß machen. Beim Essen gilt das Gleiche, auch hier gilt: Wer mit frischen Zutaten kocht, ernährt sich automatisch gesünder.

3. Hinsehen und hinhören

Lerne, deine Bedürfnisse zu beobachten. Frage dich: Was will mein Körper gerade und warum? Für mich ist es zum Beispiel ein riesiger Unterschied, ob ich ein Stück Schokoladentorte esse, wenn es mir gut geht und es richtig genießen kann oder ob ich es esse, weil ich unter hohem Druck stehe und das Essen zum Stressabbau „brauche“.

4. Make-up freie Zone

Lasse deinen Wunsch nach optischer Veränderung zu und gehe ihm nach, auch wenn er (nicht) dem Schönheitsideal entspricht. Ich schminke mich, lasse meine Haare färben und liebe Walking. Aber alles ohne Zwang! Frage dich immer wieder: Tust du das gerade für dein Wohlgefühl oder kommt der Druck von aussen?

5. Stelle Schönheitsideale in Frage

Ich wiederhole mich immer wieder: Tritt klassische Mode- und Frauenzeitschriften und alle anderen Medien, in denen du retuschierte Frauen siehst, in die Tonne! Ich habe das erlebt, das ist nicht die Realität!! Das triggert uns, weckt Bedürfnisse und miese Gefühle, weil wir immer wieder daran erinnert werden, wie wir eigentlich aussehen sollten! Entfolge Instagram-Accounts, die dafür sorgen, dass du dich nicht wohl in deiner Haut fühlst.

6. Höre auf, andere zu beeindrucken

Wir wollen gemocht und geliebt werden. Von klein auf wird uns vermittelt, dass Liebe und Zuneigung an Bedingungen geknüpft ist – und eine davon ist unser Aussehen. Du wirst wesentlich entspannter sein, wenn es für dich einfach auch mal okay ist, nicht zu gefallen.

7. Du bist mehr als dein Körper

Vielleicht hilft dir wie mir die Vorstellung, dass du nicht dein Körper bist, sondern zu dir noch wesentlich mehr gehört. Dein Herz, deine Seele, dein Geist – das alles zusammen bist Du.

8. Erschaffe deine eigene Welt

Sieh Mode und Industrie als deine Dienstleister an. Nicht du musst dich den Klamotten anpassen, sondern andersherum: Mode ist dazu da, um dir deinen passenden Look bereitzustellen. Und wenn das eine Brand dir das bieten kann, gehst du weiter in das nächste!

Ich glaube unser Blick auf uns wird viel wohlwollender, wenn wir nicht immer neidisch rüber schauen, wo das Gras grüner ist. Vermeintlich. Sondern uns auch über die Blumen in Nachbars Garten freuen können. „Ich bin schön.“ versuch das mal dir selbst zu sagen. Gar nicht so einfach. Ich finde dich schön und mich finde ich auch schön. Wir sind alle schön.?

#Body positivity baut Druck auf

Wir sollten mehr in uns hinein hören und uns nicht von außen zu Spitzenleistungen treiben lassen. Wir sollten lernen, uns in unserer Haut wohl zu fühlen, unseren Body zu akzeptieren, wie er ist, mit jeder Rundung und jeder Delle. Manchmal muss man sich seiner eigenen Jury stellen. Und keine Wage oder Hose sollte die Macht haben, deinen Tag zu zerstören. Wir sollten sanft und gleichzeitig knallhart sein. Eine die niemals „Ja“ sagt, wo sie „Nein“ denkt. Kurz: egal was du tust, tue es mit Spaß und Leidenschaft. ?

Aussehen ist in meinen Augen, viel mehr als Selbstverwirklichung, es ist darüber hinaus Selbstpflege. Es ist unser ganz eigener, individueller Entschluss, so auszusehen, dass das Ich sich damit identifiziert und darin manifestiert ist. Es gibt nicht den optimalen Zustand. Es gibt noch nicht einmal eine Menge von optimalen Zuständen. Was es gibt, das sind Phasen, die sich zwischendurch mega anfühlen. Und immer, wenn wir glauben, strenger mit uns selbst sein zu müssen, ist es eigentlich etwas ganz anderes, was wir brauchen: mehr Selbstliebe.

Gut tut, was gut tut.

Herzlich Catrin

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