WAS BODY POSITIVITY NICHT KANN – TEIL 1

Bodypositivity

– soll Body Neutrality schaffen

Body Positivity? Perfekt unperfekt? Überall wird zu Selbstliebe aufgerufen – doch wie schafft man es, seinen Körper so anzunehmen, wie er ist? Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Anzahl der Frauen, die sich selbst schön finden, von Jahr zu Jahr wächst: von 51 % in 2016 auf 60 % in 2017. Und! fast drei Viertel der befragten Frauen gibt an, dass Schönheit etwas ist, das jeder für sich selbst definiert.

Dennoch! Frauen empfinden weltweit größeren Druck von äußeren Einflüssen – die da wären: Gesellschaft, Medien oder einfach nur die Kollegin. Und anschnallen! Jede zweite der befragten Frauen gab zu, dass sie selbst ihre größte Kritikerin ist, was das eigene Wohlbefinden und Ausgeglichenheit noch wichtiger macht!

Das Problem ist, wenn man sich ohne Make-up nicht mehr aus dem Haus traut. Oder glaubt, ohne perfektes Aussehen im Job nicht respektiert zu werden, oder dass der Partner das Interesse verliert, falls man zunehmen würde. Wenn das “sich schön fühlen” als Mittelpunkt verstanden wird, das eigene Leben zu meistern. Wie man diesen Druck aushält? Das versuche ich selbst noch immer zu lernen. Es ist ein mühsamer Prozess, an dem ich Tag für Tag arbeite.

Was ist für uns überhaupt schön?

Schönheit hat nichts mit Perfektion zu tun, sondern mit Ausstrahlung. Wir alle springen auf optische Reize an. Wir sind instinktiv darauf geprägt, uns für die Fortpflanzung den Partner mit den besten Genen auszusuchen. Beste Gene verbinden wir mit gesunden Genen. Über dieser Basis liegt die gesellschaftliche Definition von Schönheit, das Schönheitsideal. Darüber hinaus gibt es unsere individuelle Sicht auf Schönheit. Aus unserem ganz persönlichem Erfahrungsschatz ergeben sich unsere persönlichen Vorlieben. Dazu kommt, dass wir tatsächlich alles, was wir mit Liebe betrachten, als schön empfinden. So ist jedes Kind für seine Eltern das allerschönste.

Jahrzehntelang waren es Shows wie Victoria’s Secret, die Frauen wie Heidi Klum, Alessandra Ambrosio, Candice Swanepoel oder Adriana Lima zu Engeln in spitzenbesetzten Dessous machten. Mit der Auswahl der Models wurde eine reine Perfektions-Fantasie erschaffen. Was mittlerweile aus Victoria’s Secret wurde, ist bekannt: das Unternehmen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Aktuell ist auch in der Modewelt angekommen, „Diversity“ ist das neue SCHÖN. Und am Ziel sind wir, wenn Hautfarbe und Kleidergröße zur Norm werden.

Das ästhetische Gefühl brauche Reflexion! schrieb Immanuel Kant. Psychologen der New York Universität haben ihn nun bestätigt. „Das Wohlgefallen am Schönen muss von der Reflexion über den Gegenstand abhängen; und unterscheidet sich dadurch auch vom Angenehmen, welches ganz auf der Empfindung beruht”, schrieb er 1790 in der „Kritik der Urteilskraft“. Die Idee: ‚Keine Schönheit ohne Denken also?

Die Wissenschaftler setzten ihre Probanden unterschiedlichen sinnlichen Reizen aus in zwei Versuchsgängen: Im ersten konnten sich die Probanden voll auf den Sinneseindruck konzentrieren, im zweiten mussten sie parallel dazu eine komplexe gedankliche Denkaufgabe lösen. (Ihnen wurde per Kopfhörer eine Buchstabenfolge vorgelesen, und sie mussten eine Taste drücken, wenn der aktuelle Buchstabe dem vorletzten entsprach – eine Aufgabe, die ihr Denkvermögen komplett in Anspruch nahm.

Wenn Kant recht hatte, so die Überlegung, dann müsste im zweiten Versuch das Empfinden von Schönheit teilweise blockiert werden. Und tatsächlich: Die Ergebnisse bestätigten den alten Philosophen. Das ästhetische Empfinden des als vormals schön Empfundenen wurde niedriger eingestuft. Das bedeutet: der empfundene Genuss an den Bildern ließ nach, als das Denken behindert wurde.

“In 5 Schritten zu Body Positivity, zum richtigen Mann, zu mehr Geld.”

Es heißt, sei schön, fit und sei gesund. Und mach das nicht, weil du jemand anderem gefallen willst, sondern für dich und weil du das möchtest. Wir haben der Bodypositivity – Bewegung viel zu verdanken: Sie hat das Bewusstsein geweckt, wie unrealistisch und diskriminierend unsere Schönheitsideale sind. Ist Body Positivity die Lösung, um sich nicht mehr unter Druck setzen zu lassen? Wir können unseren Selbstwert aus vielen verschiedenen Faktoren ziehen: zum Beispiel aus unseren eigenen Werten, unseren Fähigkeiten, unseren Beziehungen zu anderen Menschen. Doch gerade bei vielen Frauen ist das Aussehen der dominante Faktor. Das Ziel ist also, die Bedeutung des Aussehens zu verkleinern und andere Faktoren zu stärken.

Die meisten Menschen setzen auf zwei Strategien, wenn sie sich unwohl fühlen in ihrer Haut: Sie rennen entweder dem Schönheitsideal hinterher, indem sie das perfekte Foto anstreben oder unbedingt abnehmen wollen. Oder sie setzen auf Vermeidungsstrategien, gehen etwa nicht an den Strand oder tragen immer nur lange Hosen. Beides ist problematisch, da wir verdammt schnell in einen Teufelskreis geraten. Ein Anfang wäre, sich bewusst zu werden, in welcher Weise wir über das Aussehen anderer (Frauen) sprechen. Wie oft machen wir über eine Frau wie selbstverständlich eine Bemerkung wie “Oh, sie sollte besser einen BH tragen.”? Wie schnell sagt man so dahin, dass eine andere X, Y oder Z geworden ist, wenn man über sie spricht?

ERSCHAFFE SELF CARE ROUTINEN

Ich habe mit Hunderten Frauen gesprochen. Frauen haben Dinge zu hören bekommen wie: Du musst unbedingt abnehmen, sonst stirbst du als alte Jungfer. Oder: Benutz doch mal etwas Make up dann siehst du auch mal gesund aus.

Mein Tipp: Ich kann mich darin üben, den Fokus bewusst auf andere Eigenschaften zu richten. Mich fragen: Welche Qualitäten hat diese Frau? Was macht ihre Persönlichkeit aus? Was könnte ihre Meinung sein? Wofür könnte ich ihr noch ein Kompliment machen? Denn, wenn es mir bei anderen Menschen gelingt, den Fokus zu verschieben, dann gelingt es mir auch bei mir selbst.

„DO IT FOR 21 DAYS AND IT BECOMES A HABIT. DO IT FOR 90 DAYS AND IT BECOMES A LIFESTYLE.”

– heißt es. Was bedeutet das? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und es gilt dieses Verhalten zu unterbinden. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass nach 21 Tagen, die inneren Widerstände stark abnehmen und eine neue Gewohnheit etabliert ist. Das Ausmaß der Anstrengung sinkt & für die Situation oder Tätigkeit benötigst du deutlich weniger Energie. Self Care ist nichts, was du einmal tust und dann hat es sich erledigt. Mit Self Care Routinen stellst du dich wieder in den Fokus deines Alltags und lernst, wie du besser auf dich Acht gibst. So kannst du deinen Körper, Geist und deine Seele bewusster wahrnehmen und stärken.

Gut tut, was gut tut.

Herzlich Catrin

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"Do it for 21 days and it becomes a habit.
Do it for 90 days and it becomes a lifestyle."

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