WAS STECKT IN DEINER KOSMETIK (PLUS CHECKLISTE)

was steckt in deiner Kosmetik?

Wie viel Kosmetik, verschiedene Salben, Cremes braucht ein Mensch? Wie oft liest du dir die Liste der Inhaltsstoffe deiner Pflege- Creme durch? Hast du außer Aqua (Wasser) viel verstanden? Die Inhaltsbezeichnungen sind ein wilder Mischmasch aus griechischen, chemischen und botanischen Bezeichnungen.

Für den Laien ist das nur schwer zu durchschauen. Eine gute Produktzusammensetzung lässt sich nur mit Hilfe von speziellen Datenbanken und Fachbüchern erkennen. Hier musst du selbst prüfen, was du an deine Haut lässt. Die Bezeichnungen müssen – das ist EU-Recht – auf Englisch geschrieben sein. Alle Stoffe aus dem täglichen Leben und Bestandteile aus Pflanzen werden jedoch mit lateinischen Fachbegriffen benannt. Bei der Übersetzung dieses Codes, der offiziell INCI heißt, hilft nur das Internet.

Allerdings wartet dann die eine oder andere Überraschung in Form von verschiedenen Säuren und Erdölprodukten im Creme- Töpfchen. Klar ist, die Substanz, die in der Inhaltsangabe an erster Stelle steht, macht den größten Anteil aus. Die Hersteller müssen die Bestandteile nach ihrer Konzentration in absteigender Reihenfolge angeben. Ich mische hier mal die perfekte Creme:

DIE STRUKTUR DER HAUT

Die hauteigene Schutzschicht besteht chemisch betrachtet aus: Triglyceriden, Wachsestern, Fettsäuren, Squalen, Diglyceriden, Cholesterin, Ceramiden und Phosphatidylcholin. Sozusagen ist dies die perfekte Creme, da die fein abgestimmte Zusammensetzung, jede Haut selbst produziert. Jedoch verliert unsere Haut diese Fähigkeit – unter äußeren Einflüssen wie UV-Licht, Abgase, Umweltbelastungen, Stress, Nikotin, die Verwendung der falschen Pflege oder einfach Stress. Die Folge sind Hautprobleme bis vorzeitigere Hautalterung.

DIE PERFEKTE CREME IST DIE FEIN ABGESTIMMTE ZUSAMMENSETZUNG DER SCHUTZSCHICHT, DIE JEDE HAUT SELBST PRODUZIERT

CHECKLISTE: DIE PERFEKTE CREME

INHALTSSTOFFEEIGENSCHAFTEN
Butyrospermum Parkii Butter (Sheabutter)pflegend/ glättend/ hautidentisch
Caprylic/ Capric Triglyceride (Neutraöl)schützend/ glättend/ Zell- erneuernd/ hautidentisch
Ceramide 3 (Ceramid)pflegend/ glättend/ hautidentisch
Lecithin (Phospholipid)pflegend/ schützend/ glättend/ feuchtigkeitsbewahrend/ hautidentisch
Panthenol (Vitamin B5/ Panthenolsäure)zellerneuernd/ entzündungshemmend/ glättend/ feuchtigkeitsbewahrend/ hautidentisch
Retinyl Palmitate (Vitamin A)Anti Aging Effekt/ schützend/ glättend
Asorbic Acid (Vitamin C)Antioxidant/ schützend/ hautidentisch
Squalane (Squalanöl)pflegend/ geschmeidig machend/ hautidentisch
Tocopherol (Vitamin E)Antioxidant/ schützend

DIE BASISSTOFFE DEINER KOSMETIK

HAUTIDENTISCHE BASIS

Die perfekte Basis einer Zusammensetzung nach dem Vorbild der hauteigenen Schutzschicht, liefert bspw. Sheabutter (aus der Frucht des Karitébaums) „Butyrospermum Parkii“. Als auch Argania spinosa kernel oil (Arganöl), Helianthus annuus seed oil (Sonnenblumenöl), Olea europaea oil (Olivenöl), Persea gratissima (Avocadoöl), Simmondsia chinensis seed oil (Jojobaöl).

Hier finden sich analog zur körpereigenen Zusammensetzung Triglyceride, Wachsester, Cholesterin sowie das Cholesterinester. Kombiniert mit Ceramiden, wie das “Ceramid 3”, welches bspw. aus Hefe gewonnen werden kann, Diglyceride, mit Glycerin verbundene Fettsäuren, welche aus pflanzlichen Quellen stammt als auch Squalane, das aus Olivenöl hergestellt wird.

MINERALÖL- SILIKON- BASIS

In 95% aller Cremes werden hautidentische Inhaltsstoffe durch synthetische Mineralöle wie z.B. Vaseline „Petrolatum“, Erdwachs „Ceresin“, „Ozokerite“ und „Microcrystalline Wax“, Paraffin „Paraffinum Liquidum“ und Silikon, zu erkennen an der Endung „-cone“. Silikone stellen ein Problem in den Klärwerken der Wasserrückgewinnung dar: von 100.000 Schadstoffen lassen sich nur wenige nicht beseitigen. Mineralöle enthalten keinerlei Mineralien, Vitamine oder Nährstoffe. Einen ähnlichen `seidigen` Effekt erzielt man übrigens mit Maisstärke. Silikone sind erkennbar an der Endung „-methicone“.

DIE HILFSSTOFFE

HAUTIDENTISCHE EMULGATOREN

Die einzelnen Inhaltsstoffe verbinden sich meist schlecht zu einer Konsistenz. Aus diesem Grund werden Hilfsstoffe benötigt (siehe Trick, einen Teelöffel Senf dem Öl Essig Dressing zuzugeben, es braucht einen Emulgator wie Senf, Honig oder Eidotter) Hier kommen Ceramide „Ceramide3“ und Phosphatidylcholin „Lecithin“ zum Einsatz.

SYNTHETISCHE EMULGATOREN

Vielfach werden hier ausgehend vom Gesichtspunkt Herstellung, preiswertere Emulgatoren wie bspw. PEG Derivate (Polyethylenglykole + Abkömmlinge) verwendet. PEG ist die Kurzform für einen bestimmten Alkohol – Polyethylenglykol. Der Stoff, der dafür sorgt, dass sich Öl und Wasser mischen – so etwas braucht fast jede Creme.

PEG-Verbindungen findest du im Kleingedruckten als: alle Wort- und Zahlenkombinationen, in denen “PEG” vorkommt, wenn als Tensid gebraucht auch als z. B. Laureth(-Zahl), Ceteareth(-Zahl)

KONSERVIERUNGSSTOFFE

Kosmetika mit einem gewissen Wasseranteil müssen konserviert werden, sonst bilden sich Keime. Häufig verwendete Konservierungsstoffe sind Parabene, erkennbar an der Endung „-paraben“ als auch Formaldehydabspalter wie „Triclosan“, „DMDM“ Hydantoin“, „Imidazolodinyl Urea“. Jeder dieser Inhaltsstoffe ist umstritten. Letztere stehen im Moment in Verdacht krebserregend zu wirken als auch in der Lage. das Erbgut zu schädigen.

TIPP: Das Parabene in Verruf geraten konnten, liegt an einer Studie aus dem Jahr 2004, die Spuren dieser Stoffe in Brustkrebs Tumoren gefunden hat. Wir unterscheiden seither zwischen längerkettigen und kurzkettigen Parabenen. Für die längerkettigen Parabene gibt es ernstzunehmende wissenschaftliche Hinweise, dass sie wie ein Hormon im Körper wirken. Dazu zählen zum Beispiel Propyl- und Butylparaben. ÖKO TEST wertet sie deshalb schon lange ab. Dies betrifft aber nicht die kurzkettigen Methyl- und Ethylparabene.

PARFUM

Hinter der Bezeichnung „Parfum“ stehen ganze Stoffgemische, Duftstoff- Mixe sind neben Nickel einer der häufigsten Allergieauslöser überhaupt. Die häufigsten Allergieauslöser sind neben Eichenmoos, Baummoos, Zimtaldehyd und Isoeugenol. Auch das natürliche ätherische Öl Ylang Ylang enthält allergene Einzelkomponenten (Isoeugenol) – und kann daher problematisch sein. Ähnliches gilt in etwas abgeschwächter Form für Sandelholzöl, Lemongrass-, Jasmin- oder Nelkenöl.  Die perfekte Creme ist daher parfümfrei.

Während früher noch die Bezeichnung Parfum reichte, müssen seit 2005 auf der Verpackung 26 verschiedene Duftstoffe extra aufgeführt werden, wenn sie in gewisser Konzentration vorkommen. Duftstoffe findest du im Kleingedruckten als: z. B. Evernia furfuracea extract (Baummoos), Evernia prunastri extract oder Oak Moss (Eichenmoos), Isoeugenol, Cinnamal (Zimtaldehyd). Gebräuchliche Duftstoffe, die eher selten Allergien auslösen, sind z. B. Linalool, Geraniol, Benzyl alcohol, Citronellol, Limonene

DIE WIRKSTOFFE

VITAMINE

Vitamine schützen die Haut langfristig vor vorzeitiger Hautalterung. Darüber hinaus bekämpfen Vitamine A,C und E freie Radikale und verstärken die hauteigene Schutzfunktion. Panthenol – eine Vitamin B Vorstufe (Bitamin B5) unterstützt bspw. die Regeneration unserer Haut.

EXTRAKTE UND ÖLE

Auch natürliche Extrakte wie bspw. pflanzliche Öle (Avocadoöl, Nachtkerzenöl) oder Propolis haben einen positiven Einfluss. Diese enthalten natürliche Vitamine, Mineralien und Biosubstanzen, die als sekundäre Pflanzenstoffe – Bioflavonoide oder Enzyme bezeichnet werden.

SYNTHETISCHE ANTIOXIDANTIEN

Chemische Antioxidantien wie „BHA“ oder „BHT“, sind nicht zu empfehlen, da sie un Verdacht stehen fruchtschädigend und Erbgut- verändernd zu wirken. In den meisten Lebensmitteln (E320, E321) sind sie bereits verboten. Allerdings noch nicht in Kosmetika.

Herzlich Catrin

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