WIE DIR FENG SHUI HILFT, MIT DIR IM REINEN ZU SEIN

Interview Feng Shui - Steffi Croll

Feng Shui ist eine viele tausend Jahre alte chinesische Lehre, welche dich und deine Umgebung miteinander verbinden will. Es basiert auf der Idee, dass unsere Häuser ein Spiegelbild unserer inneren Welten sind. Wenn wir etwas im Aussen verändern, setzen wir immer auch entsprechende Prozesse in unserem Inneren in Gang. Ziel ist, ein harmonisches Umfeld zu schaffen. Wie das geht erklärt Steffi Kroll, die ehemalige Ernährungswissenschaftlerin setzte sich nach einer schweren Krise zunehmend mit Feng Shui auseinander – und entdeckte so, wie einfach eine Veränderungen im Außen unser Leben im Innen maßgeblich verändern kann. Aktuell gibt sie ihr Wissen in einem Onlinekurs weiter.

WIE DIR FENG SHUI HILFT …

Interview mit Steffi Kroll

Steffi, wie kam es dazu, dass du Feng Shui für dich entdeckt hast?

Das war rückblickend eine recht lustige Begebenheit. Ich lernte 1997 die Halbschwester meines damaligen Freundes kennen. Sie war gerade von ihrem Studium aus Amerika zurückgekehrt. In der Küche, erzählte sie mir, warum ihre Mutter einen Holzkochlöffel zwischen Spüle und Herd gelegt hatte. Mit dem Holz würden die Elemente Wasser (Spüle) und Feuer (Herd) verbunden. Das ist Feng Shui und gerade DER Hype in Amerika. Diese Idee stieß direkt auf Resonanz bei mir und ich kaufte mir mein erstes Feng Shui Buch. Daraus wurden im Laufe der Jahre immer mehr und irgendwann hatte ich die Vision, selber mit Feng Shui zu arbeiten. Die Schwester meines Freundes habe ich danach übrigens nie wieder getroffen, doch ich bin immer noch zutiefst dankbar für die Begegnung, da sie lebensverändernd war.

Was hat sich seither in deinem Leben verändert?

Damals habe ich Ernährungswissenschaft studiert, und hatte danach meinen ersten Job. Nebenbei habe ich mit Feng Shui experimentiert. Frustrierend war jedoch, dass ich kaum Veränderungen feststellen konnte. Im Gegenteil: 2005 die Scheidung von meinem Mann. Danach lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, schlitterte aber kurz darauf in eine Depressionen. Kurzzeitig wurde es besser. Meine Töchter wurden geboren. 2012 dann eine neue persönliche Krise: meine Tochter litt unter schwerer Neurodermitis, ich landete im Krankenhaus mit starken Schmerzen und kurz vor einem Burn-out.

"Ich wusste: Es muss etwas passieren."

Ich verkürzte meine Arbeitszeit und beauftragte eine Feng Shui Beraterin. So erfuhr ich zum ersten Mal wirklich, was Feng Shui bewirken kann. Nach einer Umgestaltung, konnte ich förmlich spüren, dass die Energie wieder floss. Ich hatte mehr Kraft für die kleinen Dinge, ich wurde fröhlicher, wir stritten weniger. Alles wurde harmonischer.

So habe ich mich 2013 selber nebenberuflich selbstständig gemacht als Feng Shui Beraterin. Inzwischen kann ich meine beruflichen Visionen realisieren. Meine Tochter ist heute gesund und ich selbst war seit Jahren nicht beim Arzt. Wir konnten uns den Traum einer größeren Wohnung erfüllen und haben 2018 sogar nochmal Nachwuchs bekommen. Ich habe das Gefühl, mein Glück wächst mit jedem Tag. Vor Kurzem habe ich eine weitere Vision von mir zum Leben erweckt: einen Feng Shui Onlinekurs. Hier möchte ich ganz viele Frauen und Mütter dabei unterstützen, in ihre Kraft zu kommen und sich ebenfalls ihre Träume zu erfüllen.

Bevor du dich mit Feng Shui auf den Weg gemacht hast, hast Du als Ernährungswissenschaftlerin und im Projektmanagement gearbeitet. Das klingt nach Gegensätzen. Wie verbindest du diese 2 Aspekte in deiner Beratung?

Alles, was ich gelernt habe im Studium und später in meinem in meinen Jobs in PR und Projektmanagement fügt sich jetzt wie ein Puzzle für mich zusammen. Es hatte einen Sinn, all diese Dinge zu tun. Sie helfen mir, meinen Visionen umzusetzen. Mit dem Thema Ernährung habe ich tatsächlich wieder Berührungspunkte. Feng Shui basiert unter anderem auf der Lehre der fünf Elemente. Diese sind ebenso die Basis in der Traditionellen Chinesischen Medizin, in der Fünf Elemente Küche oder der chinesischen Astrologie. Wenn ich heute z.B. für einen Kunden Horoskope rechne und schaue, welches Element ihn unterstützt, kommt auch wieder die individuelle Ernährung zum Tragen. So profitieren meine Kunden von meinem umfänglichen Wissen.

Warum ist es eigentlich so wichtig, wie wir unsere Umgebung gestalten?

Wir neigen dazu, uns immer viel zu sehr von unserer Umgebung abzukoppeln. Hier bin ich als Mensch, da ist meine Umgebung. In der taoistischen Lehre, dem das Feng Shui entstammt, wird nicht zwischen Umgebung und uns unterschieden. Wir sind ein Teil davon oder die Umgebung ist ein Teil von uns. Das geschieht in der Regel unterbewusst.

Alles, was um uns herum ist, hat einen Einfluss auf uns, auf unser Denken, darauf wie wir uns fühlen. Leider lernen wir als Kinder in der Regel nicht mehr, unsere Umgebung als Teil von uns wahrzunehmen. Doch wir können das wieder trainieren, indem wir darauf achten, wie Formen auf uns wirken, womit wir uns umgeben, welche Sprache unsere Bilder sprechen, was Farben in uns auslösen. Das Umfeld hat einen direkten Einfluss darauf, wie wir uns fühlen, ob wir gesund und glücklich sind. Wie heißt es so schön: Wie im Innen, so um Außen und umgedreht.

Warum wirken zum Beispiel Formen auf unser Wohlbefinden?

Das hat etwas mit unserem eigenen Energiefeld, der Aura zu tun. Das Qi bewegt sich um Formen herum. Im Idealfall bewegt es sich in sanften, spiralförmigen Bewegungen. Feste Formen können die Bewegungsrichtung beeinflussen. Lange, enge Gänge, Flure oder Straßen beschleunigen zum Beispiel das Qi. Kanten drücken das Qi in eine andere Richtung. Spitze Gegenstände lassen das Qi pfeilartig auf gegenüberliegende Objekte schießen. Wenn ich mich länger in der Nähe aufhalte, drückt das Qi auf mein eigenes Energiefeld, verändert die Aura. Darum werden wir krank, wenn beispielsweise Ecken auf unseren Arbeits- oder Schlafplatz zeigen oder wir unter einem Deckenbalken schlafen. Wenn ich in einem beschleunigten Qi-Strom liege, komme ich nicht zur Ruhe.

Was ist Qi genau? Was macht das mit mir?

Qi ist die allgegenwärtige Lebensenergie oder Lebenskraft, der Urstoff, der das gesamte Universum erfüllt und zum Leben erweckt. Für unser westliches Denken ist das Qi schwer fassbar, weil wir es nicht physikalisch messen oder chemisch auseinandernehmen können. Sehr treffend finde ich die Beschreibung „lebensspendendes Prinzip“. Wir leben, weil es das Qi gibt.

"Immer geht es doch darum, die Lebensenergie im Fluss zu halten."

Qi kann sich abhängig von den umgebenden Bedingungen ausdehnen, sammeln oder stauen. Qi kann klar oder trüb – also verunreinigt – sein. Wenn es nicht abfließen kann, stagniert das Qi. Im Extremfall kommt es zum Stillstand. Wenn sich das Qi staut oder stagniert, wirkt sich das negativ auf alle Lebensbereiche und unsere Gesundheit aus. Mit TCM, der 5-Elemente-Küche oder Qi-Gong können wir das Qi in uns selbst wieder zum Fließen bringen, stärken und ausgleichen. Feng Shui wiederum tut das in unserem Umfeld.

Die Idee der Lebensenergie ist übrigens keine alleinige Erfindung der Chinesen. Sie taucht auch in anderen Kulturen auf: Als Prana kennen wir es aus dem Sanskrit, vor allem aber durch Yoga. In der japanischen Kultur kennt man das Qi unter dem Namen Ki – wie zum Beispiel in Reiki. Aber auch in der westlichen Geomantie gibt es mit dem Begriff Äther ein Äquivalent.

Warum beeinflusst meine Wohnung meine Art zu fühlen (denken)?

Ich würde das noch weiter fassen: sie beeinflusst nicht nur, wie wir fühlen und denken, sondern auch, wie wir handeln. Alles, was wir wahrnehmen, wirkt bewusst oder unbewusst auf uns. In der Technik der Visualisierung machen wir uns das zu Nutze. Wir stellen Visionboards auf, um uns jeden Tag an unsere Lebensträume zu erinnern und unsere Handlungen darauf auszurichten. Unser Haus, unsere Wohnung ist nichts anderes als ein gigantisches Visionboard. Was wir wahrnehmen, speichern wir automatisch, unbewusst ab. Kommen wir zum Beispiel zur Tür herein und ein heller, freundlich gestalteter Raum empfängt uns, dann kommen wir voller Freude nach Hause. Ist unser erster Anblick beim Betreten des Hauses eine Reihe ungeordneter Schuhe und übervolle Jackenhaken in einem dunklen Flur, dann denken wir unbewusst: „dunkel, überfüllt, vollgestopft“. Und genauso fühlen wir uns am Ende auch. Und wie wir wissen, negative Gedanken blockieren.

Doch auch der Qi-Fluss in unserer Wohnung ist ein Spiegel unseres Lebens. Rauscht das Qi einfach durch die Wohnung hindurch, oder staut es sich in Gerümpelecken. Kann es sich gleichmäßig und frei verteilen? Wenn wir die Wohnung als Teil von uns verstehen, wird klar, warum der Qi-Fluss zu Hause einen direkten Einfluss auf unser Lebensglück hat.

Oft blockieren wir uns mit unserem Umfeld unbewusst selber. Dabei ist die Veränderung unseres Umfelds die einfachste Möglichkeit, um unserem Leben eine neue Richtung zu geben. Wir wissen alle, wie schwer es ist, uns neue Gewohnheiten anzutrainieren oder unser Verhalten nachhaltig zu verändern. Viel einfacher ist es doch, unser Haus anders zu gestalten und so auf unser Unterbewusstsein und Wohlbefinden wirken zu lassen. Unser Handeln folgt dann wie von selbst.

Hast du ein Beispiel für mich?

Ich hatte mal eine Kundin, die Besitzerin einer größeren Hofanlage war. In der Mitte ihres Hofes stand ein Gedenkstein an Vorfahren ihres verstorbenen Mannes, die sie jedoch in schlechter Erinnerung hatte. Dieser sah aus wie ein Grabstein – mitten im Zentrum des Hofes. Sie hatte ein Handelsunternehmen und vor dem Eingang stand ein Wegweiser, den ihr Mann einst als Reisemitbringsel mitgebracht hatte. Dieser Wegweiser zeigte nun vom Haus weg. Wundert es dann, dass es ihrem Unternehmen jedes Jahr schlechter ging? Wir sollten sehr sorgsam darauf achten, was die  Dinge, die uns umgeben, aussagen und wie sie das Qi lenken.

Was rätst du deinen Kunden?

Zuerst einmal ist es wichtig, Klarheit zu schaffen, was du verändern willst. Diese Klarheit zeigt oft schon, wo es hakt. Der zweite Schritt ist: Trenne dich von allem, was du nicht brauchst. Oder was zu deiner Vergangenheit gehört, was du nicht liebst. Meistens kommt der Stein so schon ins Rollen. Wenn wir wissen, wohin wir wollen, erkennen wir leichter, was uns behindert.

"Altes loszulassen ist allerdings für manche die größte Herausforderung."

Aber es bringt nichts, wenn ich einen Schreibtisch von einem Zimmer ins nächste umräume oder die Wände streiche, wenn sich in den Ecken noch das Qi staut. Darum kommt das Entrümpeln immer zuerst. Meinen Kunden sage ich, dass sie nicht alles auf einmal umsetzen sollen. Manchmal sind so viele Lebensbereiche betroffen, dass dann das ganze Leben aus dem Ruder läuft und wir kommen nicht mehr hinterher. Zuviel Veränderung auf einmal kann schnell überfordern. Wir sollten besser schrittweise Maßnahmen anstoßen und beobachten, was passiert. Feng Shui ist hier wie ein Katalysator für Veränderung.

Wie gehst du bei der Gestaltung von Räumen eigentlich vor?

Zuerst verschaffe ich mir einen Überblick über den momentanen Zustand einer Wohnung, schaue mir an, wie das Qi fließt, wo es vielleicht staut oder ungünstige Einflüsse hat. Außerdem beurteile ich, ob Yin und Yang in den Räumen in Balance sind bzw. für einen Raum geeignet sind. Ein Schlafzimmer sollte zum Beispiel kein Übermaß an Yang-Energie haben, ein Wohnzimmer sollte uns nicht mit zu viel Yin ermüden. Ich prüfe also, ob die Lage eines Raumes für seinen Zweck geeignet ist.

Über die Lage weiß ich, wie sich günstige und ungünstige Energien in den Räumen verteilen. Und: Es gibt IMMER auch ungünstige Energien. Wenn ich weiß, wo und in welchem Ausmaß sie zu finden sind, kann ich mit ihnen arbeiten, mit ihnen „verhandeln“ anstatt sie noch stärker zu triggern. Hier kommen dann Farben und Formen zum Einsatz.

Wie funktioniert das? Welche Rolle spielen dabei die sogenannten 5 Elemente?

Fangen wir mal mit den 5 Elementen an: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Letztlich sind sie Ausdrucksformen des Qi. Das Qi ist einem ständigen Wandel unterlegen. Es ändert sich in Abhängigkeit von Zeit und Himmelsrichtung, aus der es kommt. Die Elemente wandeln sich ineinander, nähren oder kontrollieren sich gegenseitig.

Wenn ich ein Haus anschaue, prüfe ich, welche Elemente schon reichlich vorhanden, welche vielleicht fehlen, welche Elemente günstige oder ungünstige Energien fördern. Auf dieser Basis empfehle ich für jeden Raum spezifische Farben und Formen. Wenn du zum Beispiel in einem Raum eine anstrengende Feuerenergie hast, macht es Sinn, dem Feuer mit Erde die Kraft zu nehmen. Die Wände könnten dann in Beige-, Gelb- oder Grautönen gehalten werden.

Zurück zum Ausgangspunkt: Wie gelingt mir Ordnung am besten?

Mein Lieblingsthema für das ich noch immer nach der perfekten Lösung suche! Im Grunde fängt es mit dem Ausmisten und Entrümpeln an. Je weniger ich besitze, desto weniger Unordnung entsteht. Mein Credo: Trenne dich von allem, was du nicht wirklich brauchst oder was du nicht aus tiefem Herzen liebst.

Solange ich allein im Haushalt lebe, ist es weniger schwer. Hierfür gibt es tolle Anleitungen und Bücher. Ich bin ein großer Fan von Marie Kondo und ihrer Magic Cleaning-Methode. Doch wenn du eine Familie mit mehreren Kindern hast, holt dich die Unordnung oft schneller ein, als du aufräumen kannst. Gerade für Frauen und Mütter ist das oft der größte Energieräuber. Hierfür sind die gängigen Aufräum- und Entrümpel-Methoden viel zu oberflächlich. Sie setzen nicht beim Kern an.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, sich mit sich selber auseinander zu setzen, wenn Unordnung kräftezehrend wird. Letztlich sind die Menschen um uns herum nur ein Spiegel für uns. Anstatt die Familie zu Ordnung zu erziehen, sollten wir uns viel eher fragen: Was soll mir das über mich sagen? Wo herrscht vielleicht in meinem Inneren Unordnung? Wo bin ich noch nicht aufgeräumt und klar?

Oft stecken auch negative Glaubenssätze dahinter, weil wir als Kinder gelernt haben, dass wir unordentlich sind, dass wir besser aufräumen müssen. Diese gilt es zu entlarven, sonst geben wir sie unversehens an unsere eigenen Kinder weiter. Wenn wir diese „unordentliche“ Seite an uns annehmen und zulassen, dann braucht uns die Umwelt das auch nicht mehr zu spiegeln. Und wenn wir ehrlich sind, ist Unordnung in der Regel niemals extrem. Die wenigsten sind Messies. Da können wir uns also entspannen. Mir wird bspw. oft gesagt: „Bei euch ist es immer so aufgeräumt!“ Dabei empfinde ich es als die schlimmste Unordnung.

Ordnung fängt also bei uns selber an und dass wir uns – wie bei allen großen Lebensthemen – mit uns selber beschäftigen, selber die Verantwortung übernehmen und nicht anderen die Schuld zuweisen. Und nebenbei können wir Ordnung natürlich auch mit Feng Shui unterstützen. Das nimmt uns leider nicht die ganze Arbeit ab. Feng Shui bringt aber Ordnung in uns selbst.

Warum hebt Ordnung mein Energieniveau?

Das liegt wieder am Qi-Fluss: Wenn ich Dinge oft hin und her bewege, was ich beim Aufräumen zwangsläufig tue, kommt auch das Qi an allen Ecken und Enden in Bewegung. Wenn ich Dinge lange ungenutzt rumliegen habe, staut sich das Qi hier. Es ist gar nicht so wichtig, dass immer alles wie im Wohnmagazin aussieht, sondern, wie oft die Dinge in Bewegung sind. Unbewegte Ordnung – also zum Beispiel ein Bücherregal, wo die Bücher zwar in Reih und Glied stehen, aber nie rausgenommen werden – lässt die Energie stagnieren. Extrem aufgeräumte Räume, mit wenigen Dingen fühlen sich oft unbelebt an. Warum? Weil nichts da ist, was das Qi in Bewegung bringt. Aufräumen hilft, den Energiefluss anzuregen. Wenn das Qi in unserem Haus in Bewegung ist, dann werden wir selber ständig mit frischer Energie versorgt.

"Es ist also eher der Prozess des Aufräumens, der uns mit Energie versorgt als die Ordnung selber."

Natürlich sollte unser Zuhause eine Struktur haben. Wenn Dinge ihren festen Platz haben, schafft das Ruhe und Klarheit. Und diese Klarheit überträgt sich auf uns. Wenn du beispielsweise überall in einem Zimmer Spielzeug verteilst oder an verschiedenen Orten Bücher hinterläßt, fehlt Struktur. Ist das Spielzeug aber in einer Kiste gelagert oder stehen Bücher zusammen an einem Platz, kommt Ruhe. Wir können uns fokussieren und klare Gedanken fassen. Dadurch steigt unsere Konzentrationsfähigkeit. Unordnung lenkt ab und zerstreut unsere Energie. Darum ist es empfehlenswert, nach allem, was wir tun, aufzuräumen – insbesondere abends vor dem Schlafengehen.

Hast Du Tipps to go? Die besten Feng Shui Apps?

Feng Shui Apps empfehle ich eigentlich gar nicht. Ich habe viele ausprobiert und kaum eine gefunden, die eine echte Hilfestellung ist. Die meisten sind darauf ausgelegt, die günstigen Blickrichtungen mit einem Kompass zu ermitteln und so auch unterwegs immer zu wissen, wie dein Bett stehen sollte. In der Regel arbeiten sie mit dem integrierten Kompass. Das Wort „Kompass“ ist dabei aber irreführend. Die App ermittelt über GPS und die Geodaten den Standpunkt und die Himmelsrichtung. Sie orientiert sich am geografischen Nordpol. Für Feng Shui ist aber der magnetische Nordpol relevant, da unsere eigene Energie vom Magnetfeld der Erde abhängt. Wir können mit einer App also niemals die Ortsenergie messen.

Du kannst unterwegs im Urlaub oder auf Dienstreise aber ein paar Kleinigkeiten beherzigen, damit das Feng Shui im Hotel oder in der Ferienwohnung stimmt. Zum einen solltest du dir besser ein Zimmer suchen, wo das Bad nicht offen integriert ist. Solche offenen Ensuite-Bäder sind gerade sehr schick, aber völlig ungeeignet, um Ruhe zu finden. Wasser ist das Element, welches am stärksten Qi speichern kann und damit Energie abzieht. Das Bad gilt als der Ort der Entsorgung, darum ist das Qi in solchen Räumen ziemlich schnell erschöpft. Das Wasser zieht permanent Energie, wodurch ruhiger Schlaf schwer möglich ist.

Was du tun kannst, wenn du in einem Hotelzimmer ankommst: lüften, um die Energie der Vorbewohner loszuwerden. Versuche, soviel frisches Qi wie möglich, in den Raum zu bekommen. Nach dem Lüften kannst du die Energie anregen, indem du in allen Ecken ein paarmal mit den Händen klatschst. Das ist eine Methode aus dem Space Clearing. Oder pack ein Päckchen Meersalz ein und stelle kleine Schälchen mit Salz in den Ecken auf. Das nimmt im Gepäck nicht viel Platz weg. Salz hat reinigende Eigenschaften und klärt die Luft. Das sorgt auf jeden Fall für besseren Schlaf in fremden Betten. Das ist übrigens auch ein tolles Ritual nach jeder größeren Putz- und Aufräumaktion oder wenn mal wieder Streit in der Luft hängt.

Herzlichen Dank 

Steffi Croll

 

STEFFI.KROLL.COM

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Steffi Kroll ist Dreifach-Mama und Feng Shui Coach. Sie unterstützt Frauen und Mütter dabei, ihr Zuhause zu einem Ort zu machen, an dem sie auftanken und in ihre Kraft kommen können.

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